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Gesundheitseinrichtungen in der Informationsgesellschaft
Die Entscheidung der Wahl der Gesundheitseinrichtung von Einweisern und Patienten wird maßgeblich
durch zwei Faktoren beeinflusst: dem Zufriedenheitsgrad der Einweiser in Bezug auf Zusammenarbeit
mit der Gesundheitseinrichtung und Erfahrungsberichte entlassener Patienten zur subjektiven Qualität
von Krankenhaus-Aufnahme, -Behandlung und –Entlassung. Gerade im Zeitalter von Web 2.0 werden
aktuelle positive und negative Erfahrungen von Patienten und einweisenden Ärzten einer breiten
Masse öffentlich gemacht und können den Ruf einer Gesundheitseinrichtung nachhaltig beeinflussen.
Die von der Politik erzwungene Transparenz zu Qualität und Leistungsangebot der Gesundheits-
einrichtungen tut ihr Übriges zur Beeinflussung der Entscheidungsfindung der Krankenhauswahl
von Einweisern und Patienten, vor allem bei selektiven aber auch akuten Behandlungsfällen.
Nachfolgende Generationen von Patienten sind zunehmend anspruchsvoller und mobiler und
lassen sich nicht mehr automatisch an die Gesundheitseinrichtung in unmittelbarer Nähe vermitteln.
Patienten verstehen Gesundheitseinrichtungen immer mehr als Dienstleister zur Verbesserung ihrer
persönlichen Lebensqualität, möchten als zahlende Kunden Wertschätzung erfahren und sich ihren
Aufenthalt in der Gesundheitseinrichtung durch eine Auswahl elektiver Zusatzleistungen noch angenehmer gestalten oder durch Angehörige gestalten lassen.
Aus diesen Gründen wird ein strategisches Marketingkonzept für jede Gesundheitseinrichtung
unabdingbar: Internes Marketing, denn zufriedene Patienten und Einweiser sind Ergebnis ent-
sprechender Behandlung durch jeden einzelnen Mitarbeiter der Gesundheitseinrichtung und der
Garant zur Steigerung der Reputation. Nach innen gerichtetes Marketing, um das aktuelle und
zukünftige Potenzial an Patienten, Fällen und Prozeduren im definierten Einzugsbereich zu
analysieren und sich anhand dieser Marktkenntnis entsprechend zu positionieren und zu spezialisieren.
Nach außen gerichtetes Marketing, um den Zustrom von Patienten qualitativ
zu beeinflussen und quantitativ sicher zu stellen.
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